Unterzeichnung des Kooperationsvertrages GHS und EBG 15.03.2017




Wedel | Die Unterschriften sind gesetzt, die Stimmung gut: Dienstagvormittag haben die Schulleiter der Gebrüder-Humboldt-Schule (GHS) und der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule (EBG) ihren Kooperationsvertrag erneut unterzeichnet. Er soll gewährleisten, dass die Absolventen der EBG den gleichen Anspruch auf einen Oberstufenplatz an der GHS haben, wie die dortigen Zehntklässler. „Wir wollen als Gemeinschaftsschulen an einem Strang ziehen“, kommentierte Stephan Krumme, Schulleiter von der EBG.
Mit ihrer Unterschrift frischen die beiden Schulleiter einen Vertrag auf, der erstmals 2012 unter den ehemaligen Schulleitern zustande gekommen ist. Damals haben die beiden Bildungseinrichtungen die erste Auflage des Kooperationsvertrags geschlossen – inhaltlich ist er auch in der mittlerweile dritten Version derselbe geblieben. Die Barlachschule hatte als Gemeinschaftsschule ohne Oberstufe zuvor sinkende Schülerzahlen zu beklagen gehabt. Durch den Vertrag soll der reibungslose Weg zum Abitur an der Humboldt-Schule weiterhin möglich sein. GHS-Oberstufenleiter Kai Nerger betont, dass beide Einrichtungen auch vorher gut zusammengearbeitet haben.
Etwa 20 Mädchen und Jungen würden jedes Jahr in die Oberstufe an die GHS wechseln, so Krumme. Vorausgesetzt, die Schüler erfüllen die Zulassungsbedingungen. „Die Mehrheit unserer Schüler hat weitaus bessere Zeugnisse als notwendig“, weiß Nerger. Die Schüler könnten sich aufgrund der freien Schulwahl auch für das Johann-Rist-Gymnasium und für Schulen in Hamburg bewerben.
Die neue Oberstufe wird an der GHS im Sommer mit 90 Schülern starten. In den drei Profilen Biologie, Geschichte und Geografie sitzen dann jeweils 30 Mädchen und Jungen. „Das werden drei richtig volle Klassen“, sagt Nerger. Eines trübt jedoch die Stimmung der Schulleiter: Die Arbeiten des lang ersehnte Anbaus an der GHS verzögern sich, aufgrund des nicht genehmigten Haushalts der Stadt. „Und jede Verzögerung bedeutet für uns eine schlechte Situation an dieser Schule“, sagt Nerger.
Die Schule platzt bereits jetzt mit 777 Schülern aus allen Nähten. „Unter anderem mussten wir einen Kunstraum als Klassenraum umfunktionieren, genau so wie ein Lehrerzimmer“, berichtet Andreas Herwig. Auch zwei Container gehören seit 2015 zum festen Bild an der GHS. Deren Beheizung sei weder ökologisch sinnvoll, noch sei die dauerhafte und teure Miete nachhaltig, kritisiert der Schulleiter. „Und entgegen früherer Prognosen wird sich die Schülerzahl gerade hier im Hamburger Speckgürtel nicht verringern – im Gegenteil, wir wachsen und setzten deswegen umso mehr auf den Anbau“, betont Herwig.
von Kira Oster, WST
erstellt am 15.Mär.2017

http://www.shz.de/lokales/wedel-schulauer-tageblatt/abkommen-von-ghs-und-ebg-unterzeichnet-id16352086.html
Foto: Frenzel/wedel.de