Literarisches Café

 


Das Projekt Literarisches Café an der IGS Wedel existiert seit August 2001. Die Einrichtung steht in der Tradition der europäischen Kaffeehauskultur. Einst waren Kaffeehäuser geistige Reservate für Künstler, Musiker, Eigenbrötler, Liebespaare, Romantiker und Realisten. Man ging dorthin, wenn man alleine sein wollte, aber dazu Gesellschaft brauchte. Diese Stätten gepflegten Müßiggangs schienen einerseits Gedanken der sinnlichen Art zwangsläufig zu entfesseln, waren andererseits aber immer auch Orte der kritischen Auseinandersetzung, der politischen Diskussion und der künstlerischen Produktivität. Hier wurden Texte geschrieben, überarbeitet, vorgelesen und diskutiert.

 

Schreiben ist ein Handwerk, das in diesem Projekt gelernt werden soll. Der Weg eines Textes von der Idee bis zur Veröffentlichung ist lang. Er sieht etwa so aus: Idee – Sammeln und Recherchieren – Auswählen und Ordnen – Entwerfen und Formulieren – Lesen, Vorlesen und Diskutieren – Überarbeiten – Gestalten und Veröffentlichen – Präsentation im Literarischen Café.

 

Die jungen Literaten erfahren Schreiben so als sinnlichen und lustvollen, aber auch mühsamen, zuweilen schmerzlichen Prozess.

 

Es spielt keine Rolle, ob das, worüber geschrieben wird, tatsächlich erlebt wurde oder nicht. Denn die Wirklichkeit eines Schreibenden zeigt sich in seinen Vorstellungen...

 

Das Literarische Café ist also sowohl Schreibwerkstatt als auch Ort der Präsentation. Daher laden wir in regelmäßigen Abständen zu Lesungen ein. Darüber hinaus finden auch Lesungen und Gespräche mit Autoren statt.

 

Uta Schipull, Leiterin des Projektes "Literarisches Café".



Literarisches Café-Reportagen