Lernzeiten

 


Zielsetzungen der individuellen Lernzeit:

 

1. Individualisierung

Mit der Lernzeit stellen wir dem regulären Fachunterricht eine Unterrichtsform an die Seite, die in erweiterter Weise die strukturellen Rahmenbedingungen für Individualisierung und Differenzierung liefert. Damit zielt die Lernzeit darauf ab, den jeweils unterschiedlichen Lernbedürfnissen der Schülerinnen und Schüler Rechnung zu tragen: Die Schülerinnen und Schüler arbeiten an unterschiedlichen Aufgaben (individuelles Fördern und Fordern), das individuelle Lerntempo und Interesse finden Berücksichtigung, Lernschwerpunkte, die über den Fachunterricht hinausgehen oder auf elementare Lernbereiche zielen, können gesetzt werden.

2. Lernkompetenz

Die Lernzeit als „geöffnete“ Unterrichtsform zielt insbesondere auf die Erweiterung der Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen ab, indem...

... sie den Schülerinnen und Schülern ein höheres Maß an Eigenverantwortlichkeit für das eigene Lernen abverlangt oder ihnen dieses eben zuspricht.

... sie ihre Aufmerksamkeit auf die Selbststeuerung des individuellen Lernens richtet und der Reflexion der Lernhandlungen (auch Schwierigkeiten) Raum gibt – z.B. durch das schriftliche Reflektieren mit Hilfe des Lerntagebuches („Logbuch“)

... sie Phasen der Kooperation zwischen den Schülerinnen und Schülern, des „Voneinander-Lernens“ und des Austauschens in ihren Ablauf fest integriert.

 

3. Lernbegleitung

In der Lernzeit rückt die Lehrkraft verstärkt in die Rolle des Beobachters und Begleiters von Lernprozessen. Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler bei der Bewältigung der an sie gestellten Anforderungen werden frühzeitiger sichtbar und können sowohl in der Lernzeit als auch (nach Absprache mit den Fachlehrkräften) im Fachunterricht als Ausgangspunkt für die weitere Arbeit dienen.