Das Schulsegelboot zu Corona-Zeiten - 02.06.2020




Das Schulsegelboot zu Corona-Zeiten
Probetörn nur mit Team 3 statt mit Team 8

Es ist der 1. Juni, Pfingstmontag und es herrscht Kaiserwetter. Die Sonne strahlt am Himmel und es weht ein herrlicher Ostwind von Hamburg die Elbe hinunter.
Die Corona-Pandemie hat auch das Projekt „Segeln im Team“ lahmgelegt. Selten war das Boot schon Mitte März im Wasser, aber in diesem Jahr hat es mal geklappt. Den Mast konnten wir allerdings schon nicht mehr setzen, denn ab dem 18.3. war der Hamburger Yachthafen gesperrt. Eine kurze Fahrt mit Motor im Hafen war möglich aber mehr nicht.

Um auf das Gelände des HYH zu kommen brauchte es durch die Pandemie bedingt, schon triftige Gründe. Bei Booten, die schon ins Wasser gekrant worden waren, konnte man nach stürmischen Winden kurz die Leinen kontrollieren. Nach 20 Minuten musste man dann aber das Gelände wieder verlassen haben. Vor allem wurden wegen Corona die Autos mit Hamburger Kennzeichen abgewiesen. Das Tor wurde jetzt professionell von einem Security-Dienst kontrolliert und vor dem Tonnenhafen war sogar die Polizei in Stellung gegangen, um eine Vorauswahl der Autos, die gleich zurückgeschickt werden konnten, zu treffen.
Mit einer kleinen Gruppe von Freiwilligen wurde schließlich doch der Mast Ende Mai gesetzt und das Boot segelklar gemacht, doch auf die Elbe hinaus durften wir noch nicht.

Den Probetörn am Pfingstmontag machte ein ehemaliger Schüler der GHS und ein Fünftklässler unserer Schule samt Vater mit. War es möglich bei moderaten Bedingungen unter Einhaltung der Abstandsregeln zu segeln? Das war die Frage. Die Antwort kann nur dann ja heißen, wenn eine klare Aufgabenteilung an Bord herrscht und alle sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Da das Ministerium Nachmittagsunterricht ab der Phase 4 erlaubt, wäre ein Betrieb der Bootes mit einer reduzierten Crew durchaus denkbar. Wir hoffen weiter auf eine positive Entwicklung und die richtigen Signale vom Ministerium für Bildung.